Wasserpflanzen im Nano Aquarium

Welche Aquariumpflanzen für ein Nano Aquarium kaufen?

 

Düngung, Pflege und Co. von Wasserpflanzen

 

Der Traum der meisten Aquarianer besteht darin, ein facettenreiches und attraktives Becken zu betreiben, in dem die Wasserpflanzen vor Gesundheit nur so strotzen. Doch was in der Natur in den Gewässern scheinbar so einfach erscheint, stellt so machen Aquarianer vor das eine oder andere Problem.

Grundsätzlich sollte eines festgehalten werden. Ganz gleich, wie groß das Aquarium ist, es ist ein geschlossenes System, das nur dann funktionieren kann, wenn es eine entsprechende Pflege erfährt. Dazu gehört sowohl der Wasserwechsel als auch das regelmäßige Gärtnern und Düngen. Während in natürlichen Gewässern nicht nur die Filterung auf biologischer Basis abläuft, sondern ebenfalls die Zufuhr von Nährstoffen optimal geregelt ist, obliegt es im Aquarium dem Menschen dafür zu sorgen, dass alles reibungslos abläuft.

 

Wasserpflanzen

 

Die Wasserchemie ist ein komplexes Themengebiet, über das der erfahrene Aquarianer einiges weiß und einen großen Erfahrungsschatz besitzt. Im Laufe der Jahre werden Fehler gemacht, die oft entsprechende Konsequenzen nicht nur für die Pflanzen im Becken, sondern auch für den Besatz haben können. Auf der anderen Seite wird er Dinge erfahren, die seinem Becken zum optimalen Gedeihen verhelfen. Dazu gehört ein optimales Verhältnis von Mikronährstoffen und CO2 im Wasser, die Erfahrung, welches Licht in welcher Stärke am besten geeignet ist. Damit ein Becken stabil laufen kann, kommt es auf die richtige Pflege des Wassers an. Ein regelmäßiger Wechsel des Wassers im Becken ist ein absolutes Muss. Nur so können die Schadstoffe, die von den Pflanzen und von den Tieren ins Wasser abgegeben werden, aus dem Becken entfernt werden. Ein wöchentlicher Teilwasserwechsel von 25-30 Prozent hat sich dabei als ideal herausgestellt. Bei Nanobecken ist der Pflegeaufwand entsprechend höher und einige Quellen empfehlen sogar einen deutlich kürzeren Rhythmus von wenigen Tagen. Auf diese Weise gelangen neue Nährstoffe für die Pflanzen ins Wasser.

Ob ein Becken gedüngt werden soll oder nicht, darüber gibt es unterschiedliche Meinungen. Doch Tatsache ist, auch wenn die Fische zu einem gewissen Teil für organische Stoffe im Wasser sorgen, die als Pflanzennahrung umgewandelt werden können, ist in vielen Fällen die Konzentration von CO2 im Wasser viel zu gering. Die Folge sind Pflanzen, die langsam verkümmern. Auch die so genannten Mikronährstoffe, wie beispielsweise Eisen oder Phosphat müssen regelmäßig ins Becken eingebracht werden. Ist das Verhältnis richtig auf einander abgestimmt, wird der Aquarianer mit einem prächtigen Pflanzenwuchs belohnt.

 

Die Bedeutung der Wasserpflanzen im Aquarium

Wasserpflanzen sind für viele Laien nur ein schönes Beiwerk, das das Aussehen des Aquariums positiv beeinflusst. Doch daneben gibt es noch viele andere Zwecke, die die Aquariumpflanzen erfüllen. So dienen sie zum Einen als wichtige Laichplätze für die Fische und als Versteckmöglichkeiten, gerade für Jungtiere oder gestresste Weibchen. Sie können hier einen Unterschlupf finden, wenn die Männchen bzw. die erwachsenen Fische zu aufdringlich sind. Damit werden die Wasserpflanzen für die im Aquarium gehaltenen Fische zu einem überlebenswichtigen Bestandteil ihres Lebensraums. Ebenfalls suchen Garnelen während der Häutung gerne Schutz bei Wasserpflanzen.

Ebenfalls verwerten die Wasserpflanzen das CO2. In Verbindung mit Licht produzieren sie Sauerstoff, der für die Fische lebensnotwendig ist. Die Wasserpflanzen selbst atmen meist in der Nacht, wenn das Licht ausgeschaltet wird. Sie verbrauchen dann auch Sauerstoff, so dass es mitunter zu einem Sauerstoffmangel im Aquarium kommen kann. Da dies die Tiere stresst, werden sie leichter krankheitsanfällig. Deshalb wird in der Aquaristik empfohlen, eine Luftpumpe zu installieren, die auch nachts für ausreichend Sauerstoff sorgt. Ebenso sollte das Ausströmerrohr, das zum Filter gehört, leicht oberhalb der Wasseroberfläche angebracht werden. Somit kann es sich bewegen und es kommt zum wichtigen Gasaustausch.

Darüber hinaus sorgen die Wasserpflanzen für eine effektive Reinigung im Aquarium. Hierbei entstehen durch die Ausscheidungen der Fische Nitrate und Ammonium, die schädlich werden können. Von den Aquariumpflanzen werden diese Giftstoffe ausgenommen. Ebenfalls benötigen die Wasserpflanzen Nährstoffe, diese entziehen sie den Algen, so dass mit einer fachgerechten Bepflanzung des Aquariums auch die Algenbildung verringert werden kann.

 

Wasserpflanzen eine Übersicht

 
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*am 11.11.2018 um 4:23 Uhr aktualisiert

 

 

Wasserpflanzen brauchen Nährstoffe


Die richtige Ernährung der Wasserpflanzen ist eine der Grundlagen, um das Aquarium lange mit Pflanzen und Fischen zu bewahren. Dabei sind drei wichtige Bestandteile bei der Ernährung der Pflanzen zu beachten: Das Licht, das CO2 und die mineralischen Nährstoffe.

 

 

Licht für Wasserpflanzen


Wie alle anderen Pflanzen benötigen auch Wasserpflanzen ausreichend Licht, um langfristig prächtig gedeihen zu können. Durch die Lichtenergie kann die Wasserpflanze Photosynthese betreiben. Dabei bilden die Pflanzen Kohlenhydrate, indem sie CO2 und Wasser miteinander verbinden. Diese Kohlenhydrate sind letztlich verantwortlich für das Wachstum der Wasserpflanzen. Während der Photosynthese geben die Aquariumpflanzen außerdem Sauerstoff ab. Obwohl Wirbellose wie Garnelen aber natürlich auch Fische natürlich nicht so atmen, wie Landlebewesen, benötigen auch sie Sauerstoff, um am Leben zu bleiben. Und dieser kann eben auf natürliche Weise mit Hilfe der Aquariumpflanzen zur Verfügung gestellt werden.

 

 

CO2 für Wasserpflanzen


Als zweite wichtige Grundlage für das Überleben von Wasserpflanzen ist CO2 zu nennen. Dieser Stoff ist notwendig, um die Photosynthese zu betreiben und nur dabei können die Pflanzen weitere Stoffe entwickeln, die sie für ihr eigenes Wachstum benötigen. Dabei entsteht als Abfallprodukt wiederum Sauerstoff, der für die Aquarienbewohner lebensnotwendig ist. Das CO2 entsteht in der Regel aus der Atemluft von Mensch und Tier, im Aquarium also durch die Fische/Garnelen. Allerdings reicht das natürlicherweise im Aquarium vorkommende CO2 nicht aus, um die Pflanzen ausreichend zu ernähren. Gründe hierfür sind darin zu sehen, dass das CO2 entweicht, weil Filter und Ausströmer für Wellenbewegungen sorgen. Deshalb kann es je Aquariumbepflanzung sinnvoll sein, das Wachstum der Pflanzen mit der zusätzlichen Gabe von CO2 zu unterstützen.

 

 

Nährstoffe für Wasserpflanzen


Wichtig sind auch die richtigen Nährstoffe für Pflanzen. Hauptsächlich und in sehr grossen Mengen werden die Stoffe Stickstoff, Magnesium, Calcium, Phosphor, Schwefel und Kalium benötigt. Diese Hauptnährstoffe lassen sich teils schon im Aquarium finden. Stickstoff beispielsweise kann als Nitrat oder Ammonium aufgenommen werden. Auch Phosphor, das als Phosphat aufgenommen wird, ist reichlich im Aquarium vorhanden. Denn beide Mineralstoffe werden durch die Ausscheidungen der Fische in ausreichender Menge produziert. Allerdings dürfen die Mengen nicht zu groß sein, da die gewünschten Wasserpflanzen diese dann nicht mehr ausreichend aufnehmen können. In diesem Fall kann es zu einem vermehrten Algenwachstum kommen.

 

Spurenelemente für Wasserpflanzen


Als Spurenelemente für die Wasserpflanzen werden all jene Nährstoffe bezeichnet, die nur in extrem geringen Mengen benötigt werden. Dennoch kann es zu erheblichen Problemen kommen, stehen diese nicht zur Verfügung. Zu diesen Spurenelementen, die Wasserpflanzen benötigen, zählen Vanadium, Eisen, Mangan, Kupfer, Zink, Molybdän und Bor. So wird Eisen beispielsweise benötigt, um ein Enzym zu bilden, das beim Aufbau von Chlorophyll eine entscheidende Rolle spielt. Ist ein Eisenmangel vorhanden und kann nicht ausreichend Chlorophyll aufgebaut werden, ist dies leicht erkennbar. Die Wasserpflanzen weisen in diesem Fall nämlich keine satte grüne, sondern eine eher gelbliche Färbung auf. Das Spurenelement Molybdän dagegen ist verantwortlich für die Aufnahme und Verwertung von Nitrat. Damit hat es einen wichtigen Anteil an der Entgiftung des Wassers im Aquarium. Die Spurenelemente Mangan und Vanadium dagegen sind sehr stark an der Bildung von Enzymen beteiligt, die wiederum für das gesunde Wachstum der Wasserpflanzen verantwortlich sind.

Unser Tipp: Die meisten Tiere im Nano Aquarium (also Garnelen, Krebse, Schnecken) mögen Moose und andere feinfiedrige Wasserpflanzen. Diese dienen super als Versteck.

Hochwüchsige, lange Aquarium Pflanzen in den Hintergrund und niedrig wachsende Pflanzen in den Vordergrund. Moos kann man auch sehr gut an Wurzeln oder andere Gegenstände befestigen. Es gibt auch einiges an Zubehör für witzige, surreale und coole Moos-Skulpuren.
Sie finden Wasserpflanzen zu kompliziert? Hier finden Sie eine umfangreiche Datenbank für Aquariumpflanzen. Einfach Werte / Wünsche eingeben und schon haben Sie eine Liste mit Pflanzen die für Ihr Aquarium und Ihre Wasserwerte passt.

 

Der Indische Wasserfreund

Der Indische Wasserfreund gehört zu den Wasserpflanzen, die mit den unterschiedlichsten Bedingungen in einem Aquarium problemlos zurecht kommen können. Bereits anhand des Namens kann der Kontinent erraten werden, wo der Indische Wasserfreund beheimatet ist: Asien.

Der Wasserfreund weist einen sprossartigen Wuchs auf, gehört den Stängelpflanzen, der elliptische oder teilweise lanzettförmige Blätter besitzt. Die Blätter selbst sind kreuzweise gegenständig. Bekommt die Pflanze ausreichend Licht, kann die Sprosse beinahe waagerecht wachsen. Zugleich entwickeln sich zahlreiche Seitentriebe, der Wuchs der Wurzeln ist ebenfalls sehr ausgeprägt. Die Abstände zwischen den einzelnen Blattknoten sind relativ gering und die Bildungsfreudigkeit des Wasserfreundes zu Seitentrieben lässt auch bei einer schlechteren Wasserqualität und einer nur durchschnittlichen Beleuchtung bald schon einen schönen und dichten Bestand heran wachsen.

Die Pflege des Indischen Wasserfreundes gestaltet sich relativ einfach. Weiches bis relativ hartes Wasser stellen für ihn keinerlei Probleme dar und ebenso bei der Temperatur zeigt er sich recht tolerant. So gedeiht er bei Temperaturen zwischen 20 und 28 Grad Celsius Wassertemperatur. Auch wenn sich der Indische Wasserfreund aufgrund seines unkomplizierten Pflegeverhaltens ideal als Anfängerpflanze eignet, und die Zugabe von CO2 sowie einer entsprechenden Düngung über das Wasser als eher nebensächlich erweist, wird sich diese attraktive Pflanze unter der Zugabe von Mikronährstoffen und dem benötigten CO2 noch prächtiger entwickeln und in seiner ganzen Schönheit im Becken erstrahlen.

Der schnelle Wuchs und die Bereitschaft, zahlreiche Seitentriebe zu bilden, bringen aber den einen oder anderen Nachteil mit sich. Nicht alle Pflanzen verfügen über einen derart rasanten Wuchs wie der Indische Wasserfreund. Hinzu kommt noch seine ausladende Form, können die Blätter durchaus eine Länge von fünf Zentimetern erreichen. Pflanzen, die langsamer wachsen, laufen in Gefahr, durch den Wasserfreund von der so notwendigen Versorgung mit Licht abgeschnitten zu werden. Sie werden regelrecht von ihm verdrängt. Doch kann man dies mit einem ganz einfachen Werkzeug verhindern, der Schere. Regelmäßig geschnitten behält der Indische Wasserfreund seine Form und auch seinen Platz, der ihm zugewiesen wurde, bei und andere Aquariumspflanzen können neben ihm gedeihen.

 

 

Die Familie der Vallisnerien Wasserpflanzen

Die Familie der Vallisnerien, dazu gehören sowohl die Amerikanische Sumpfschraube, als auch Riesensumpfschraube und die Gewöhnliche Sumpfschraube, sind gern gesehene Pfleglinge in einem Aquarium. Man trifft sie in Gesellschafts- oder Artenbecken ebenso an, wie in üppigen Unterwassergärten, in denen das Hauptaugenmerk der Pflanzenwelt gilt und Fische oder Wirbellose eine eher untergeordnete Rolle spielen.

Charakteristisch für die Amerikanische Sumpfschraube, Vallisneria Americana, ist die gedrehte Form der langgestreckten Blätter. Die einzelnen Blätter können eine Länge von bis zu 50 Zentimeter erreichen, was vor allem in kleineren Becken schnell dazu führt, dass sich an der Oberfläche ein Blätterteppich bildet. Hat man direkt neben einer Vallisneria lichthungrige Wasserpflanzen angesiedelt, kann ihnen schnell die notwendige Beleuchtung fehlen. So ist hier ein konsequenter Schnitt angebracht.

Alle Arten der Sumpfschrauben haben eines gemeinsam. Ihre Blätter sind alle samt schlank und lang. Während die der Vallisneria Americana, wie bereits erwähnt, sehr stark verdreht sind, ist die Form der gewöhnlichen oder der Riesensumpfschraube gerade. Die sattgrüne und dunkle Farbe der kräftigen Blätter bilden einen wundervollen Kontrast zu helleren oder gar zu rotblättrigen Pflanzen. Sie zieht mittelhartes bis hartes Wasser weichem Wasser vor. Die Temperaturtoleranz ist groß und bewegt sich in einem Raum zwischen 18 und 26 Grad Celsius Wassertemperatur. Die Vallisneria ist eine der Pflanzen, die in der Lage ist, den Kohlenstoff aus den im Wasser gelösten Verbindungen zu entnehmen. Auch wenn sie bei einer schlechteren Versorgung mit Nährstoffen immer noch existieren kann, ist die Vallisneria eine sehr nährstoffbedürftige Pflanze. Und so empfiehlt es sich, gekapselten Volldünger in den Bodengrund einzubringen.

Bei vielen Aquarien, die im Handel erhältlich sind, handelt es sich um so genannte Schwachlicht-Aquarien. Je nach Größe des Beckens ist in den Abdeckungen eine bestimmte Anzahl an Leuchtstoffröhren enthalten. Für die intensive Ausleuchtung von Pflanzenaquarien werden aber entweder noch zusätzliche Leuchtröhren benötigt, oder es muss beispielsweise auf Halogen-Niederspannungslampen oder HQL-Lampen ausgeleuchtet werden. In diesem Fall muss aber die eigentliche Abdeckung, wie sie bei allen Komplett-Sets enthalten ist, entfernt werden. Die Becken können entweder offen betrieben oder mit einer Glasscheibe versehen werden, um einen ungewollten Landspaziergang der Wasserbewohner zu verhindern. Vallisnerien kommen aber genauso mit der schwachen Beleuchtung von Leuchtstoffröhren hervorragend aus und verzaubern durch einen kräftigen Wuchs.

 

 

Javamoos, Filter und Versteck zugleich

In den letzten Jahren haben sich zahlreiche Moose einen festen Platz in den heimischen Aquarien in aller Welt regelrecht erkämpft. Dies hängt nicht nur mit dem attraktiven Aussehen sondern ebenfalls mit den geringen Ansprüchen, die viele Moos-Arten an die Wasserwerte stellen, zusammen.

Ursprünglich stammt das Javamoos aus Südostasien. Viele Jahre wurde es unter der lateinischen Bezeichnung Vascularia dubyana geführt. Auch heute kann es noch in vielen Fachlektüren unter dieser botanischen Bezeichnung gefunden werden. Gebräuchlicher hingegen ist aber die Bezeichnung Taxiphyllum cf. barbieri.

Das dunkelgrüne und äußerst wuchsfreudige Moos ist leicht an seinen an Schuppen erinnernde Blättchen zu erkennen. Im Aquarium kann es freischwimmend im Becken platziert werden. Allerdings hat es die Neigung, zu Boden zu sinken. Besonders gut kommt es zur Geltung, wenn es auf einen Stein oder eine Wurzel aufgebunden wird. Nach mehreren Wochen ist es dann angewachsen und die Fäden können entfernt werden. Auch bei minderer Wasserqualität neigt das Javamoos zu sehr starkem Wuchs. Entsprechend häufig muss es im Becken in seine Schranken verwiesen werden. Es ist aber einfach zu pflegen und der Einsatz der Schere ist unumgänglich. Dafür lässt es sich in jede gewünschte Form schneiden, die sich der Aquarianer auszudenken vermag. Der sogenannte Hamburger Mattenfilter, der in vielen Artenbecken für Wirbellose eingesetzt wird, ist der ideale Untergrund, um ihn von dem Javamoos bewachsen zu lassen.

Damit das Javamoos aber ebenfalls seine leuchtend dunkelgrüne Farbe behält, bedarf es der Zugabe von CO2 und den notwendigen Mikronährstoffen. Bei Nährstoffmangel neigt das Moos dazu, eine ungesunde bräunliche Färbung anzunehmen. Jungtiere, sowohl von Fischen als auch von allen Wirbellosen nehmen das Javamoos gern als Versteck an. In dem dicht verzweigten Polster lagern sich alle Arten von Nährstoffen ab, die von den Jungtieren somit als Nahrungsquelle genutzt werden können.

Hat sich das Javamoos aber erst einmal im Becken akklimatisiert, droht es schnell zu einer regelrechten Plage zu werden. Durch den regelmäßigen Schnitt fallen Reststücke an, die nicht immer komplett aus dem Becken entfernt werden. Bereits diese Schnittreste genügen, um neues Moos entstehen zu lassen. Wer allerdings Krebse in seinem Becken pflegt, wird mit einer Überbevölkerung durch das Javamoos keine Probleme haben, da diese Tiere das Moos im wahrsten Sinne des Wortes zum Fressen gerne haben und den Bestand innerhalb kürzester Zeit vernichten können.

 

 

Das Nixkraut, der Liebling aller Garnelen

Das Nixkraut gehört zu den Pflanzenarten, die in keinem Becken für Garnelen fehlen sollte. Denn diese zierliche Pflanzenart gehört zu den Wasserpflanzen, die von den Garnelen bevorzugt als Aufenthaltsort gewählt werden.

Im Gegensatz zu vielen anderen Wasserpflanzen, die in den Aquarien hingebungsvoll gepflegt werden, ist das Nixkraut eine reine Wasserpflanze und kann nicht submers, also über der Wasseroberfläche gezogen werden. Charakteristisch für das Nixkraut ist sein vielfach verzweigtes Aussehen. Die Sprossen und Blätter der Wasserpflanze sind äußerst zerbrechlich. So ist es nicht verwunderlich, dass das Nixkraut sich überall im Becken ansiedelt und Pflanzenhorste bildet. Selbst als Schwimmpflanze ist sie anzutreffen. Die Blätter sind von gelbgrüner Farbe, verfügen über eine lanzettliche und gezähnte Form. Sie haben eine Länge von bis zu zwei Zentimetern und sind etwa einen Millimeter breit. Das Nixkraut zeichnet sich durch seine Wuchsfreudigkeit aus. An beinahe jedem Pflanzenknoten entsteht eine neue Verzweigung. Auf diese Weise bildet sich schnell ein dichter „Wald“ aus Nixkraut, in dem die Garnelen oder auch Zwergkrebse Schutz vor Fressfeinden finden können.

Der Bodengrund, in dem das Nixkraut angepflanzt werden soll, spielt eine nur untergeordnete Rolle. Die Wasserpflanze gedeiht sowohl in Sand als auch in Kies. Bei der Wasserhärte ist Najas Conferta, so lautet unter anderem die botanische Bezeichnung für Nixkraut, äußerst tolerant und kann sowohl in weichem als auch in hartem Wasser gedeihen. Der Temperaturbereich liegt zwischen 18 und 28 Grad Celsius im Wasser. Ebenfalls werden an die Beleuchtung nicht allzu große Ansprüche gestellt. Bereits in Becken, die über eine mittlere Beleuchtungsstärke verfügen, kann sie ohne Probleme angesiedelt und gepflegt werden. Allerdings gehört sie zu den Pflanzenarten, die etwas höhere Ansprüche an die Zufuhr von Nährstoffen stellt. Aus diesem Grund sollte eine vorsichtige Zugabe von Flüssigdünger und von CO2 bis fünf Milligramm pro Liter erfolgen. Bei der Dosierung des Flüssigdüngers sollte man sehr vorsichtig sein, denn er belastet nicht nur das Aquarien-Wasser. Bei Überdüngung können die Tiere im Becken durchaus Schaden nehmen. Hinzu kommt ein sprunghafter Anstieg des Algenwuchses.

Das Nixkraut kann in allen Bereichen des Beckens gepflanzt werden. Am besten kommt es zur Geltung, wenn es in Gruppen, in Pflanzenhorste angesiedelt wird.

 

 

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